Von vorn

Checkliste Hochzeitsplanung – die ersten zwölf Monate

Ihr habt Ja gesagt und wisst nicht, wo ihr anfangen sollt. Diese Liste ist keine App und kein Ordner – nur die Reihenfolge, die sich bewährt hat.

Eheringe auf Händen von Hochzeitspaar
In eigener Sache

Warum die Reihenfolge wichtiger ist als die Liste

Es gibt Hochzeits-Checklisten mit zweihundert Punkten. Die sind gut gemeint und führen bei den meisten Paaren dazu, dass sie nach Punkt zwölf aufhören. Was wirklich hilft, ist zu wissen, welche drei Dinge zuerst kommen – und welche zwanzig warten können.

Der Grund ist einfach: Zwei Dinge lassen sich nicht ersetzen, wenn sie vergeben sind. Location und Datum. Alles andere ist verhandelbar, austauschbar oder auch drei Monate vorher noch zu bekommen.

Ich bin Michael, Fotograf aus Römerberg bei Speyer. Diese Liste ist aus vielen Gesprächen entstanden – vor allem aus den Sätzen, die mit „hätten wir mal früher“ anfangen.

Die grobe Reihenfolge
  • 12–18 Monate: Datum, Location, Fotograf
  • 10–12 Monate: Trauredner, Catering, Musik
  • 8–10 Monate: Kleid und Anzug
  • 6 Monate: Einladungen, Ringe, Floristik
  • 3 Monate: Zeitplan, Sitzordnung, Details
  • 4 Wochen: Ablauf final, alle Dienstleister informieren
Bei Terminen in der Nebensaison oder unter der Woche verschiebt sich alles nach hinten.
Der Anfang

Die vier Schritte, die zuerst kommen

1
Das Datum
Alles hängt daran. Wenn ihr flexibel seid, denkt über Freitag oder Nebensaison nach – das verändert Verfügbarkeit und Preise bei praktisch allen Dienstleistern. Mehr dazu unter Wann ihr buchen solltet.
2
Die Location
Der zweite unersetzliche Baustein. Besichtigt möglichst zu der Uhrzeit, zu der ihr auch feiern werdet – und fragt nach dem Plan B bei Regen. Ideen gibt es unter Locations in Pfalz und Rhein-Neckar.
3
Der Fotograf
Meist der dritte Anruf. Nicht aus Eigennutz, sondern weil pro Samstag nur eine Hochzeit möglich ist – anders als beim Caterer, der mehrere Termine bedienen kann.
4
Das grobe Budget
Nicht bis auf den Euro, aber als Rahmen. Als Faustzahl gilt: Rund zwanzig Prozent des Budgets gehen in Fotografie und Video. Eine ehrliche Einordnung steht unter Was kostet ein Hochzeitsfotograf.

Zwei Dinge lassen sich nicht ersetzen, wenn sie vergeben sind: Location und Datum. Alles andere ist verhandelbar.

Paar tauscht bei Hochzeit Ringe aus.
Später im Jahr

Was oft vergessen wird

Der Zeitplan für den Tag

Etwa drei Monate vorher solltet ihr den Ablauf durchgehen – mit realistischen Zeiten, nicht mit Wunschdenken. Wo es typischerweise eng wird, steht unter Zeitplan für Hochzeitsfotos.

Die Gruppenbilder-Liste

Schreibt vier Wochen vorher auf, welche Konstellationen ihr fotografiert haben wollt, und gebt die Liste jemandem, der laut rufen kann. Das spart am Tag selbst eine halbe Stunde.

Wer informiert die Dienstleister?

Trauredner, Band, Caterer und Fotograf sollten denselben Ablaufplan haben. Eine gemeinsame Mail vier Wochen vorher verhindert die meisten Missverständnisse.

Und für euch selbst

Plant am Hochzeitstag zwei Pausen ein, in denen nichts passiert. Zehn Minuten nach der Trauung, zehn Minuten vor dem Abendessen. Ihr werdet sie brauchen – und ihr werdet euch daran erinnern.

Häufige Fragen

Was Paare mich dazu fragen

Wann sollten wir mit der Planung anfangen?

Sobald Datum und ungefähre Gästezahl feststehen. Für einen Samstag im Sommer sind zwölf bis achtzehn Monate realistisch, in der Nebensaison reicht deutlich weniger.

Was buchen wir zuerst?

Location, dann Fotograf. Beides lässt sich nicht ersetzen, wenn es vergeben ist. Caterer, Floristik und Musik lassen sich später deutlich leichter organisieren.

Wie viel Prozent des Budgets geht in die Fotografie?

Als grobe Orientierung etwa zwanzig Prozent für Fotografie und Video zusammen. Das ist keine feste Regel, hilft aber beim ersten Sortieren.

Brauchen wir einen Hochzeitsplaner?

Bei großen Feiern mit vielen Gewerken kann sich das lohnen. Bei sechzig Gästen auf einem Gutshof kommt ihr in der Regel gut allein zurecht – vor allem, wenn ihr am Tag selbst jemanden habt, der Fragen abfängt.

Wann sollte der Zeitplan endgültig stehen?

Etwa vier Wochen vorher. Dann haben alle Dienstleister Zeit, sich darauf einzustellen, und es bleibt Luft für Korrekturen.

Was vergessen die meisten Paare?

Pausen für sich selbst und Puffer im Ablauf. Beides steht in keiner Standard-Checkliste und macht am Tag den größten Unterschied.

Kontakt

Ganz am Anfang?

Wenn ihr gerade erst startet und noch nicht wisst, was wann dran ist: Schreibt mir über die Kontaktseite. Ich sage euch gern, was aus meiner Sicht zuerst kommt – auch dann, wenn ihr am Ende jemand anderen für die Fotos bucht.

Euer Michael von Loveportrait