Eure Gäste machen euren Tag erst komplett. In meiner FACES-Serie portraitiere ich sie einzeln vor dunklem Hintergrund – ausdrucksstark, mit Charakter und einem Augenzwinkern. Ein Erinnerungsschatz, den ihr so auf keiner anderen Hochzeit findet.
FACES ist eine Serie, die ich auf fast jeder Hochzeit fotografiere: kurze, ruhige Portraits eurer Gäste, mitten im Feiern entstanden. Keine Fotobox, keine Requisiten, kein Grinsen auf Kommando – nur Gesichter. Für viele Paare ist das im Nachhinein die überraschendste Galerie.
Ihr ladet die Menschen ein, die euch am wichtigsten sind – und habt am Ende des Tages von den wenigsten ein gutes Bild. FACES schließt genau diese Lücke.
Es sind außerdem die Bilder, die Jahre später am meisten bedeuten: der Opa, der inzwischen nicht mehr da ist. Die Freundin, die damals schwanger war. Das Kind, das heute selbst heiratet.
Ich suche mir eine Stelle mit ruhigem Hintergrund und gutem Licht – oft eine Hauswand, ein Türrahmen, eine schattige Ecke im Hof. Dann spreche ich Gäste im Vorbeigehen an.
Pro Person dauert es keine Minute. Kurz hinstellen, zwei, drei Aufnahmen, fertig. Danach geht es zurück zum Sekt.
Ich sage niemandem „bitte lächeln“. Die stärksten FACES-Bilder sind die, auf denen jemand einfach ruhig in die Kamera schaut.
Wer lieber lacht, lacht. Wer lieber ernst schaut, schaut ernst. Beides ergibt zusammen eine Serie, die sich echt anfühlt.
Kinder fotografiere ich auf Augenhöhe, im Zweifel im Hocken. Von oben herab wirkt jedes Kinderportrait wie eine Ausweisaufnahme.
Befreundete Paare und Geschwister mache ich gerne gemeinsam – manchmal ist es das erste vernünftige gemeinsame Bild seit Jahren.
Eine Fotobox ist lustig und liefert Erinnerungen – aber sie liefert Requisiten, nicht Gesichter. FACES ist das genaue Gegenteil: reduziert, ruhig, ohne Deko.
Beides zusammen funktioniert übrigens gut. Die Box für den Spaß am Abend, FACES für die Bilder, die bleiben.
Am besten zwischen Sektempfang und Abendessen, wenn alle da und noch nicht müde sind. Dieses Zeitfenster reicht meist für zwanzig bis dreißig Portraits.
Wenn ihr wollt, dass wirklich niemand fehlt, sagt es beim Sektempfang kurz an. Dann kommen die Leute von selbst.
Eine Serie ruhiger Gästeportraits, die während der Hochzeit entstehen. Kein Studio, keine Requisiten – nur ein guter Hintergrund, gutes Licht und eine Minute pro Person.
Weniger als eine Minute. Die ganze Serie ist meist in dreißig bis vierzig Minuten fertig, ohne dass die Feier unterbrochen wird.
Nein. Wer nicht möchte, wird nicht fotografiert – das frage ich vorher freundlich und respektiere jedes Nein.
Es hat einen anderen Zweck. Die Fotobox ist Unterhaltung für den Abend, FACES sind Portraits fürs Album. Viele Paare buchen beides.
Ihr bekommt die komplette Serie und dürft sie im privaten Kreis weitergeben. Viele Paare verschicken die Portraits als kleines Dankeschön.
Zwischen Sektempfang und Abendessen. Dann sind alle da, gut gelaunt und noch nicht in Partystimmung.
Ähnlich ungestellt geht es bei den Augenblicken zu. Über Fotobox, Einwegkameras und Gästefotos habe ich hier geschrieben: Gästefotos, Fotobox und Einwegkameras.